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No Stress - 200 % happiness!

Golfer sehnen sich nach einem Hole-in-one! Ich möchte Samadhi erreichen.

Samadhi (Sanskrit: समाधि samādhi m.) Sammlung, tiefe Meditation, vierter Bewusstseinszustand, Zusammensetzung, Verbindung, Vereinigung; das Bringen in Harmonie; Aufmerksamkeit (die auf das Höchste gerichtet ist); eines der acht Angas (acht Glieder) im Raja Yoga System. Samadhi, die segensreiche, göttliche Erfahrung, ist erreicht, wenn Ich und Bewußtsein sich auflösen. Diesen Zustand kann man nur durch eigene Kraft erlangen.

Er ist ohne Grenzen, ohne Unterscheidung, unendlich, er ist die Erfahrung des Seins selbst, der Zustand der reinen Erkenntnis. Ist diese Erfahrung für den Schüler Wirklichkeit geworden, lösen sich für ihn Gedanken, Wünsche, Handlungen und Gefühle der Freude oder des Schmerzes in nichts auf.

So weit so gut! :-)

Unser Elternhaus ist verkauft und Geschichte. Wir haben noch viele Stunden geräumt und sortiert. Energien aufgewirbelt, aufgesaugt und verarbeitet.

Danach war ich irgendwo, aber definitiv nicht in Samadhi. 

Da erzählte mir jemand von der perfekten Welle und ich bin "zufällig" (es gibt keine Zufälle) über die Kapverden gestolpert. 

Das war die spontanste Reisebuchung meines Lebens. In wenigen Wochen fliege ich also auf die Kapverden. Alleine. Ich liebe es alleine zu verreisen. 

In keiner anderen Lebenssituation lernt man sich selber besser kennen, als alleine auf Reisen. 

Ich mache mich also auf die Suche nach der perfekten Welle auf Sal. Ich werde den Surfern und Kite-Surfern zuschauen, Wellen zählen, stundenlang am schneeweißen Sandstrand entlang laufen und vielleicht den ein oder anderen Moment in Samadhi sein. 

Nur "sein". Keine Anhaftungen oder Bewertungen. Nur sein :-)

Das Vergängliche loslassen

Upadana ist der buddhistischer Begriff für den Vorgang des Festhaltens, Anhaftens oder Verhaftetseins. Im Yoga nennt man es Raga, da ist man dem Materiellen oder dem Vergnügen verhaftet. Raga gehört zu den fünf Ursachen des Leidens (Klesha). Alles Vergängliche, das ich als “mein” bezeichne, gehört mir nicht. Mein Haus, mein Auto, mein Mann, meine Freunde, meine Arbeitsstelle, meine Titel. Bei materiellen Dingen kann man sich das noch gut erklären: Besitz, Freundschaften und der Job müssen gepflegt werden und man muss dafür sorgen, dass er anderen nicht schadet. Materielle Dinge kosten Geld, Zeit und Aufmerksamkeit.

Was bedeutet Anhaftung?

Schwieriger zu verstehen wird es, wenn ich verrate, dass man auch dem eigenen Körper verhaftet ist. Auch ihn muss man hegen und pflegen und gibt ihn am Ende des Lebens wie einen geliehenen Anzug zurück. Muss ich mich jetzt also entleiben, um zum wahren Sein vorzudringen? Nein, aber ich kann Abstand schaffen und lernen, mich weder mit Genuss noch Schmerz zu identifizieren. Zu den materiellen Verhaftungen gehören ebenfalls Gedanken, Konzepte und Vorstellungen, denn auch sie sind nicht das reine Sein oder Gewahrsein. Sie gehören mir nicht, denn sie sind von anderen vorbereitet oder erdacht worden, und lenken mich sogar auf dem Weg zum inneren Gewahrsein ab.

Und wie komme ich da raus?

Verhaftungen oder Anhaftungen begrenzen einen. Wie soll man da die Unendlichkeit erfahren können? Das Gegenteil davon ist Bedingungslosigkeit, ein Leben im Hier und Jetzt und bedingungslose Hingabe. Um Anhaftungen und Identifikationen zu überwinden, übt man Yoga und bereitet sich so auf die Meditation vor. In der Meditation zieht man die Sinne nach innen und gelangt über ein Meditationsobjekt wie beispielsweise dem Atem zu eine höhere Bewusstseinsebene. Wie sich das anfühlt, erfährt man nur, indem man es tut. Regelmäßiges Üben führt zum Ziel:

Erkenntnis und dadurch zur Glückseligkeit (Satchitananda).

Vergänglichkeit, Leid, Loslassen

Über die Vergänglichkeit wird uns bewusst, woran wir anhaften: Scheidung oder Jobverlust verursachen häufig Leid und Schmerz. Der Schmerz aber lenkt uns vom Loslassen ab. Wenn wir die Menschen und Dinge in unserem Leben nicht ziehen lassen können, müssen wir leiden. Und wenn man mal genau hinschaut, findet dieses Verhaftet sein nur in unseren Gedanken statt. Es sind also hausgemachte Anhaftungen. Loslassen muss man genauso wie Yoga und Meditation jeden Tag üben.

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